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Debian Squeeze: wajig Interface

Es gibt nicht nur aptitude um Kommandos für die darunter liegende Ebene des Paketmanagementsystems von Debian zu nutzen. Wajig ist eines davon.
Manche fragen sich vielleicht warum wajig entstanden ist und warum man es nutzen sollte.
wajig ist ein ein Pythonscript, welches alle für eine Administration von Debian benutzten Programme ( dselect, deity, deity-gtk, aptitude, apt-get, dpkg, gnome-apt, apt-cache) unter einen Hut bringt und sich wie in etwa die mysql-Shell verhält. Somit hat man diese ganzen Befehle gebündelt in einer Shell und muss nicht von einem Befehl zu einem anderen wechseln. Sprich es macht die komplette Administration ein wenig einfacher. Dies soll nicht bedeuten, das man sich nicht mit den Programmen selbst beschäftigen sollte. Nicht überall findet man wajig installiert vor und man sollte auch das darunterliegende System kennen.
Installiert wird das Ganze mit einem zünftigen aptitude install wajig
Nach der Eingabe von wajig als root erhält man die Kommandozeile von wajig, welche im ersten Moment mehr als unspannend aussieht:

JIG> 

Spannender wird es erst, wenn man die Hilfe aufruft:

JIG> help
 Common JIG commands:
 update Update the list of downloadable packages
 new List packages that became available since last update
 newupgrades List packages newly available for upgrading
 install Install (or upgrade) one or more packages or .deb files
 remove Remove one or more packages (see also purge)
 toupgrade List packages with newer versions available for upgrading
 upgrade Upgrade all of the installed packages or just those listed
 listfiles List the files that are supplied by the named package
 listnames List all known packages or those containing supplied string
 whatis For each package named obtain a one line description
 whichpkg Find the package that supplies the given command or file

Run LIST-COMMANDS for a complete list of commands.

In dem Moment unterscheidet sich wajig aber immer noch nicht von aptitude und auch ich dachte mir, also dies ist nicht wirklich ein Tool, welches ich unbedingt brauche um mein System zu administrieren, denn in dem Fall spare ich mir doch den Speicherplatz von wajig. Aber da ich ein Spielkind in vielen Dingen bin, habe ich mich doch ein wenig mehr aus dem Fenster gelehnt und list-commands aufgerufen. Hierzu muss man noch sagen, dass wajig selbst die Befehle komplementiert und somit ein schnelles arbeiten möglich ist.

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Debian Squeeze: rxvt-unicode mit 256bit Farben

Eines nervt mich sehr an urxvt, das ist der Farbsupport.
Zwar ist der Patch in den Sourcen bei Debian Squeeze vorhanden, aber er wird nicht für das Binary angewendet und ich kann somit nur wirklich laue Farben in vim/newsbeuter und Konsorten nutzen. Entschuldigung, aber das ist ein Zustand, welcher behoben werden muss, da ich mein Leben zu 90% auf der Shell verbringen.
Aber seht selbst:

Farbloses URXVT

Farbloses URXVT


Kann ich nicht akzeptieren, ich brauche ja auch mein BlingBling ツ
Die Lösung ist eine einfache: Selbst ein deb bauen, da ich absolut keine mehr hoste und die alten unter Files nur noch wegen der Verlinkung vorhanden sind. Die Gründe dafür lassen sich aus dem Blog rauslesen.

root@sayuri:/home/seraphyn/compileee/# mkcd urxvt
 root@sayuri:/home/seraphyn/compileee/urxvt# apt-get build-dep rxvt-unicode
 root@sayuri:/home/seraphyn/compileee/urxvt# cd rxvt-unicode-9.07/
 root@sayuri:/home/seraphyn/compileee/urxvt/rxvt-unicode-9.07# ls doc/
 root@sayuri:/home/seraphyn/compileee/urxvt/rxvt-unicode-9.07# patch -p1 < doc/urxvt-8.2-256color.patch
 root@sayuri:/home/seraphyn/compileee/urxvt/rxvt-unicode-9.07# dpkg-buildpackage -us -uc
 root@sayuri:/home/seraphyn/compileee/urxvt/rxvt-unicode-9.07# cd ..
 root@sayuri:/home/seraphyn/compileee/urxvt# dpkg -i rxvt-unicode_9.07-2_i386.deb

Und siehe da.

Farbenfrohes URXVT

Farbenfrohes URXVT

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Sicherheit der Debian-Pakete

Es wurde auch endlich mal Zeit, dass ein „böses“ Debianpaket aufschlägt und ich hatte es schon früher erwartet. Nicht nur ich, auch andere Debianer warteten auf den Moment bei welchen es richtig los geht. Dieser Moment ist nun gekommen und eine Aussage, welche ich immer in die Welt hinausposaune ist jene:

– Installiere nur Pakete aus Quellen, welche Dir bekannt sind.
– Sind Dir die Quellen nicht bekannt, nimm den Quellcode sichte Ihn und baue selber eines.
– Kannst Du jenes nicht, warte bis das Paket Deine Distributionsserver erreicht, ist dem nicht so, schlage das Paket vor.
– Nimmt sich keiner des Paketes an, lerne Debianpakete zu bauen.

Scheinbar ist dies eine Situation, welchen nicht Allen Linuxnutzern bekannt ist und jene scheinen sich darauf zu verlassen, Linux sei Sicher. Dem ist nicht so, es ist vielleicht sicherer, aber nicht sicher per se. Wird es auch niemals¹. Nur im Gegensatz zu Windows, kann man mit einem unixoiden System einiges mehr anrichten, als mit einem Windows, welches von Haus aus nicht so massive Werkzeuge mit sich bringt, wie ein Unix/Linux.
Zum Glück, das ist es wirklich, hat sich der kleine Scripthippie nicht auf eine sehr böse Sache spezialisiert, sondern er haut einfach ein „paar“ Pings auf eine Domain. Ich erinnere nochmals daran, dass man ein Paket mit Rechten des Benutzers root installiert. Stellt sich die Frage, was wäre, wenn er etwas mehr in die Trickkiste gegriffen hätte und sich die Maschinen wirklich unter den Nagel reißen würde. Remote. Eine Firewall dazwischen ist nicht wirklich das Problem, denn Outbound ist immer etwas erlaubt. Man muss es nur versuchen. Eine Anleitung dazu gebe ich nicht.
Also, Pakete nur aus bekannten Quellen installieren.

¹ Software, von Menschen geschrieben, wird immer einigen Fehlern unterliegen. Ich meine wir sind Menschen. Ich denke, dass muss ich nicht weiter ausbreiten.

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Virtual Watschen

Ja, so ist das. Da denkt man sich nichts dabei und lädt nur die Debs hoch und vergisst in dem ganzen die GPL. Nun nicht ganz sie liegt im Verzeichnis und ich ging davon aus, dass jene, welche sich die debs herunterladen, auch Wissen wo die Sourcen sind und vor allem da eine GPL jedem DEB beiligt.
Nun Herr Seraphyn, falsch Gedacht. Mir wurde Heute eine virtuelle Watschen von Carsten Hey gegeben, dass ja meine ganze Software dort Illegal wäre. Somit die beanstandeten fehlenden Datein hochgeladen ( Etch-Debs musste ich aus meinem Backup popeln) und ich hoffe somit ist alles rechtens. Also, dass ich mal in dem Punkt stehe die GPL zu brechen ist mir auch was Neues, vor allem als jahrelanger großer Fan, aber nun, er hat schon Recht.
Achja, die Mail noch:

Hi,

I’m going to compile apvlv, I hope it sucks less than the other PDF
readers. :)

It is published under the terms of the GNU GPL 2.1 or any later version.
The problem is that the is no such license, the is only a LGPL 2.1, but
no GPL 2.0, which is also distributed in COPYING, so I guess you meant
this license.  Please consider changing „2.1“ to „2.0“ in your source
files.  The note in the README is is missing license information, which
is not very helpful, so please consider adding it to this file too.  If
you simply don’t care about licenses switching to a 2-clause BSD like
license or the MIT license might cause less headache, though it would
allow commercial software to be based on yours.  One problem that could
be caused by using the GPL is that linking against OpenSSL is considered
to be legally questionable for GPLed software by many people and so your
users would not be allowed to do this when you add SSL support to apvlv
and forget to add a appropriate linking exception.

There is already a Debian package for apvlv available on
http://got-tty.org/files/debian/LENNY/APVLV/ which
is illegal since there no source available, only the compiled Debian
binary package, the other GPLed software in this repository is also
missing the source code.  Christian, it would be helpful for others when
you respect this part of the GPL in the future and also upload the
Debian source packages (.diff.gz, .dsc and .orig.tar.gz) to your
repository.

Regards
Carsten

Wer sich über die Mail nun aufregt, der hat es nicht verstanden.
Nochmals danke Carsten für den Hinweis auf meinen Fauxpas.

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uzbl in Debian Lenny bauen

Soweit bin ich nun, dass ich die libsoup-2.4 zu den CPPFLAGS und LDFLAGS zugefügt habe, Danke an Morasique aus dem #uzbl-Channel.
Nun bin ich bei den nächsten Errors und hoffe nicht, dass ich eine neue Version von Webkit bauen muss. Leider bietet backports.org keinen Backport für Webkit an. Aber ich lasse mich nicht so einfach unterkriegen. Es wird ein deb geben.
To be continued …
[UPDATE]
So, Xeno hat auf seinem Blog ein Patch und ein Repository bereitgestellt, welches Updates für die Files:
libproxy-dev_0.2.3-3~bpo50+1
libproxy-tools_0.2.3-3~bpo50+1
libproxy0_0.2.3-3~bpo50+1
libsoup-gnome2.4-1_2.26.2-1~bpo50+1
libsoup-gnome2.4-dev_2.26.2-1~bpo50+1
libsoup2.4-1_2.26.2-1~bpo50+1
libsoup2.4-dev_2.26.2-1~bpo50+1
libwebkit-1.0-2_1.1.7-1~bpo50+1
bietet.
Da er auch einen Patch geschrieben hat, damit kein libgtk2.0 Backport gebraucht wird, war es mir nun ein leichtes für mich ein Debian-Paket zu bauen. Somit, wer gerne uzbl testen möchte, muss das Respository von xeno einbinden und kann sich dann aus dem Quellen selber uzbl bauen. Ich kann nur sagen, der Browser ist es wirklich wert und passt sehr gute zu meinem ion3.
Wenn eine Anleitung erwünscht ist wie man Ihn baut, kann ich das gerne nachliefern, nur ich gehe davon aus, dass jene, welche diesen Browser aus den Gründen nutzen, wissen wie man einen patch anwendet und auch wie man Sourcen kompiliert. Eines muss ich zugeben, durch meine Geilheit, den Browser schnell als deb zu bauen habe ich doch glatt vergessen das examples-Verzeichniss mit in /usr/share/doc zu packen. Aber ich werde nun ein wenig durch das Netz mit uzbl surfen und das Alles auf ein anderes mal vertagen. Ich hoffe, dass sich uzbl in der nächsten stabilen Version von Debian befindet.
Danke nochmal an Xeno für die Arbeit…

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Linktip: Limit CPU Usage By Process in Debian

nice ist mir wohl bekannt, aber das Debian ein Programm namens cpulimit besitzt, dass wusste ich nicht.

Limit CPU Usage By Process
cpulimit is a simple program that attempts to limit the cpu usage of a process (expressed in percentage,
not in cpu time). This is useful to control batch jobs, when you don’t
want them to eat too much cpu. It does not act on the nice value or
other scheduling priority stuff, but on the real cpu usage. Also, it is able to adapt itself to the overall system load, dynamically and quickly.

Gute Idee und was neues gelernt.

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apvlv 0.0.6.4 vim-style PDF viewer für Debian Lenny

Ich bin ein großer Fan von xpdf. Und jener hat nun einen starken Gegner in meinen Augen bekommen: apvlv.
Für jeden großen vim-Anhänger im Grunde ein Muss, da sich die Keyboardshortcuts an die gewohnten von vim halten und somit ein kleines Heimatgefühl geben. Sprich CRTL-F eine Seite vorwärts, CTRL-B eine Seite rückwärts, ‚k‘,’j‘,’h‘,’l‘ Seite hoch, runter, links und rechts. Auch können die Seiten für das Vorwärts-/Rückwärtsspringen vor dem Befehl mit angegeben werden. Sprich 50 und dann CTRL-F springt 50 Seiten nach vorne etc.
Natürlich kann auch apvlv mehrere Fenster auf einmal anzeigen, ich empfehle dazu die Screenshots auf der Homepage, denn die Erklärung von mir dazu klingt irritierend.
Und da ich, wie immer schon, für mich ein Debian Paket für Lenny gebaut habe, wurde jenes nun wieder von mir hochgeladen :
apvlv_0.0.6.4-deveth-1_i386.deb
Unter /usr/share/doc/apvlv/ befindet sich die Datei apvlvrc.example für die eigenen Einstellungen und auch eine README-Datei.