Über IPv6, meine Randbemerkung

When in danger or in doubt, run in circles, scream and shout.”

Herman Wouk

Da sind sie nun schon wieder zur Neige gegangen. Der Adressbereich IPv4. Oder nun endgültig. Könnten wir dies jetzt sehen wie wir wollen? Für meine Seite, Nein. Zwar habe ich durch meinen Firmenanschluss in meinem Homeoffice natürlich eine statische IPv4 Adresse. Aber ich bin da nicht fein raus. Ganz im Gegenteil.

Ich wollte nach dem damaligen Vertragsabschluss auch eine statische IPv6 Adresse. Ich hatte nicht vor gleich frivol zu sein und ein 56er Netz zu beanspruchen. Wo kämen wir denn da hin! Hier in Deutschland, ich alleine. Aber die Dame an der technischen Hotline für die Geschäftskunden erklärte mir, dass ich nicht IPv4 und IPv6 gleichzeitig nutzen könnte. Es lief darauf hinaus, dass ich nicht einmal in den Genuss einer Adresse aus dem großen Strauß des IPv6 Raumes komme.

Welcome to the Business Tech Support

Zum Beispiel, bemerkte die Dame von der telefonischen technischen Support Hotline, würde mein VPN nicht mehr funktionieren. Und DNS ist auch noch nicht in dem Bereich weit genug. Warum und inwieweit verschwieg Sie mir. Nach dem sich die Supporterin so richtig warm gesprochen hatte, behauptete sie noch, dass IPv6 wirklich noch kein Standard sei. Als ich sie freundlich fragte, wie viel Bit denn so eine IPv6 Adressen haben, nur um Ihr Fachwissen zu validieren, wurde sie kommunikativ sehr problematisch.

Gegen Ende wurde ich mit Ihrem zuständigen Abteilungsleiter verbunden, welcher mich darauf hinwies, dass ich Fachwissen in der technischen Hotline für Geschäftskunden nicht verlangen könnte. Und wenn ich IPv6 wollen würde, dann ist hierfür der Businessvertrag keine Option. IPv6 gebe es nur im Privatkundenvertrag ohne IPv4. Jene dann aber auch nicht als feste IP. Dies war vor ~ 1 1/2 Jahren. An solch einen Schrecken erinnert man sich doch gerne.

Natürlich war für mich das Thema IPv6 erst einmal ein wenig gestorben. Wobei eher das Wort etwas aufgeschoben besser passen würde. Meine Firewall und Ich, wir können ja, wenn wir müssen. Wir möchten auch gerne. Ob die mir aufgezwungene bridged Fritz!Box da mitspielt, das ist eine andere Frage. Ein einfaches dummes Modem wäre mir ja ein inneres Blumenpflücken.

Die SIP-Daten bitte und ich kümmere mich selbst um den Rest. Wobei wer telefoniert heute noch mit dem „Festnetz„. Aber die Daten bekommen wir auch als Geschäftskunde nicht. Wenn der Informatiker als Firmenkunde für unbedarft gehalten wird, dann können andere Dinge natürlich auch nicht, gewollt, funktionieren.

Aber warum beschwere ich mich denn? Ich sollte mich hier doch eher an meine eigene Nase fassen. Denn ich bin in keinen Stücken besser in dem Bezug in Sachen IPv6. Ich bin der feiste Spielverderber des IPv6. Wer versucht mein Blog via IPv6 zu erreichen, wird leider von mir enttäuscht sein. Es wird nicht funktionieren. Komme was wolle. Und warum?

Mein Geiz steht IPv6 im Weg

Hier geht es einzig und alleine nur um mein Geld. Geiz. Als Grundlagenwissen, mein Hoster, All-inkl.com, weigert sich bis jetzt eine Unterstützung für IPv6 für Webhosts anzubieten. Seit langer Zeit. Seit wirklich sehr langer Zeit. Ich selbst habe mich schon vor 8 Jahren von einem Supportmitarbeiter via Mail abwimmeln lassen. Andere Anbieter wie z.B. Netcup können dies natürlich schon längst.

Warum ich nicht zu Netcup gehe und warum Geiz hier im Spiel ist?
Vorab, ich mag Netcup. Ich empfehle Netcup sehr gerne und besitze dort auch Server. Nein, ich habe kein Affiliate Programm. Aber ich möchte nicht bei Netcup für meine beiden ORG-Domains einen extra Obolus entrichten. Zwei Stück zu 18 € p.a. ergeben 36 €. Da bin ich Schwabe. Also nicht wirklich. Als Frankfurter bin ich Neigeschmeckter. So nennen es die Schwaben. Ich habe hier wohl etwas von dem Bundesland angenommen. Das sparen. Somit kostet mich IPv6,ohne Hoffnung auf eigene Nutzung, 36 €.

Im übertragenen Sinne

Vielleicht geht es ja auch den anderen großen Firmen so. Mit den 36 €.
Nicht Lachen, ich meine das im übertragenen Sinne. Hier muss man maßstabsgetreu Vergleichen. Aber so richtig glaube ich funktioniert diese These z.B. bei meinem Netzbetreiber nicht. Mein Netzbetreiber war ein kleiner örtlicher, welcher von einem sehr großem, von mir nicht gemochten, Netzbetreiber aufgekauft wurde. Dieser fusionierte dann vor ein paar Monaten mit einem anderen, noch weniger von mir gemochten, großen Netzbetreiber. Ich muss diesen Netzbetreiber zwanghafter Weise nutzen. Wir sind in Deutschland, diese Aussage alleine sollte hier schon als Fundament reichen. Aber ich bin dazu noch auf dem Land. Da sind 150 MB/s schon wirklich Klasse exzellent, auch wenn der Upload nur 10 MB/s sind. Einige Netzbenutzer müssen mit einer geringeren Downloadrate in Deutschland leben. Somit, sollte ich mich nicht beschweren.

Und irgendwie hinkt diese Aussage auch bei All-inkl.com. Denn hier kann ich bei Bedarf einen AAAA-Record eintragen. Nur wenn ich die IPv6-Adresse zu meinem Blog nicht bekomme, kann ich diese auch nicht eintragen. Klingt nicht nur logisch, es ist auch so. Aber ich könnte natürlich mein Homeoffice mit IPv6 dort eintragen, wenn ich es nur könnte. Dies kann ich ja nicht, weil mein Netzzugangsanbieter mir nicht beide feste Adressen zuteilen möchte. Wenn nun beide Anbieter, also der Hoster und der Netzzugangsdienstleister, Ihre Infrastruktur nun in Richtung Gegenwart konfigurieren….

Willkommen im Jahr 2020 mit der unsichtbaren Revolution seit ~2012 ;)

Und bevor die Frage aufkommt. Ich hake alle 6 Monate nach. Auf Twitter wollte man mir nicht öffentlich Auskunft geben. Da der Provider mit seinem Hilfsaccount nicht in der anderen Abteilung nachfragen kann, möchte, oder auch darf.

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