Die Lösungen für Fedoras Redshift Geoclue Error

Redshift ist eine Software, welche die Farbtemperaturwerte je nach Tageszeit für den Monitor ändert. Nach einer Installation unter Fedora verweigert, zu Recht, Redshift den Start mit der Meldung Unable to connect to GeoClue, Unable to get location from provider.

Ich nutze Redshift schon sehr lange und möchte es auch nicht mehr an meinem Arbeitsgeräten missen. Für weitere Informationen über Redshift verweise ich auf den einleitenden Blogartikel über die Software von mir aus dem Jahr 2012.

Was ist Geoclue?

Bei Geoclue handelt es sich um eine unter GPL stehende Bibliothek für die Ermittlung des eigenen Standortes. Ziel des Projektes ist es, alle möglichen Quellen der Ortbestimmung zu nutzen, um den Standort des Anwenders finden. Hierzu zählen WiFi-basierte Ortsbestimmung (Genauigkeit: in Metern), GPS (A) Empfänger (Genauigkeit: in Zentimeter), GPS von anderen Geräten im lokalen Netzwerk, z. B. Smartphones (Genauigkeit: in Zentimeter), 3G Modems (Genauigkeit: in Kilometern, es sei denn, Modem hat GPS) und GeoIP (Genauigkeit: Stadt-Ebene). Dies funktioniert auch Recht gut.

Leider hatte die Bibliothek auf Grund von falscher Nutzung, und auch vor allem die Berichterstattung als Spionagewerkzeug, einen falschen Ruf bekommen.

3 Möglichkeiten der Lösungen für Fedoras Redshift Geoclue Error

Es gibt drei Lösungsansätze unter Fedora. Zwei manuelle und eine automatische Lösung. Für letztere muss unter Gnome die Ortungsdienste in dem Punkt Privatsphäre nicht angeschaltet werden.

Lösungsweg 1

Redshift mit den Ortsangaben direkt starten, sie dazu auch den Blogartikel

redshift-gtk -l 48.666239:9.569250 -t 5600:3400

Lösungsweg 2

Erweiterung der Datei /etc/geoclue/geoclue.conf um folgende Angaben am Ende der Datei:

[redshift]
allowed=true
system=false
users=

Hiermit wird Redshift die Positionsbestimmung mit Hilfe von GeoClue erlaubt.

Lösungsweg 3

Anlegen einer Konfigurationsdatei im Benutzerverzeichnis ~/.config/redshift.conf

[redshift]
 temp-day=6400
 temp-night=3400
 transition=1
 gamma=0.8
 location-provider=manual
 adjustment-method=randr
 [manual]
 lat=48.666239
 lon=9.569250

 

Fazit

Jeder muss für sich selbst Entscheiden, ob nun die manuelle, oder die automatische Methode via GeoClue vorgezogen wird. Für ein stationäres Arbeitsgerät mag die manuelle Methode Ihre Vorteile haben, genauso wie die automatische Methode für den reisenden Laptopbenutzer.

Als Standard ist der Ortsbestimmungsservice unter Fedora nicht scharf geschaltet und hinterlässt somit keinen Geschmack.  In der Konfigurationsdatei geoclue.conf ist als Standardapi jene von Mozilla angegeben, aber es lässt sich dort auch die API von Google mit einem eigenen API-Key nutzen. Dieser muss dann in der Google Developerkonsole erstellt werden.

In der Gnomeshell ist es möglich die Ortsungdienste ein- und auszuschalten

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