Debianderivate per preseed

Dies als kurzes Vorwort.
Die Idee schwirrt mir eigentlich schon seit langer Zeit in dem Kopf herum und sie möchte eigentlich in irgendeiner Form herausgelassen werden. Es ist nicht so das ich mich nun mit einem absolut ausgegorenen Projekt vorstelle und sage, dies ist nun der Stein des Weisen. Es ist eher ein Punkt der mit schon lange Gedanken macht und er trifft vielleicht nicht für jedes Debianderivat zu, aber für die meisten.

Wenn man sich so die Welt der Linuxderivate anschaut, dann findet man immer wieder kleine Abkömmlinge von Debian. Sei es in der Form wir starten ein neues Projekt, so installiert man den perfekten Desktop, dies ist die absolute Installation für Administratoren etc. Ich denke mal ich brauche das nicht so weit ausführen, die meisten Leser sind sich im Klaren darüber was ich meine.

Ich bin der Meinung, dass man sich 90% der Arbeit sparen kann.

Anstelle von massiven Installationsanleitungen und dem verschwenden von Bandbreite kann man eine Installationsdatei erstellen, welche nur die nichtkonformen Pakete aus einer anderen Quelle holt und der eigentliche Gegenstand der Installation ist ein minimales Debian Wheey Netzinstallationsimage. In diesem gebe ich nur noch im Installer dem Weg zu meiner preseed-Datei ein, welche bis auf die Partitonierung ( kann, muss nicht), mir meinen Desktop in einfacher Art und Weise automatisch installiert.

Man kann alle Preseeddateien dann an einem Ort teilen, wie es zum Beispiel mit dem Images von SuSE-Studio gemacht wird.
Wenn ich nun meinen Desktop Jemanden angedeihen würde, könnte das als Beispiel so aussehen:

  1. Installiere die Pakete notion, xorg, mutt, mc, worker, dwb, …., unzip, unrar, …, squidGuard etc
  2. Lade die Konfigurationsdateien für worker, squidGuard , /etc/bash.bashrc etc. etc. dort herunter  ( Vorkonfiguration)
  3. Lade eine Datei als README in den Heimaordner des Benutzers inkl ~/.vim etc ( SKEL wirkt da Wunder)

In der Datei README sind dann einige Erklärungen und weiterführende Links.

Zu dem Thema sei natürlich noch FAI (Fully Automatic Installation) genannt, welche wirklich mehr als Gut funktioniert.
Absolute Showstopper gibt es schon in dem Fall. Da möchte ich nicht aussen vorbleiben und mal die gute Eigenschaft der teilweise nicht vorhanden Treiber auf den Installationsimages von Debian nennen. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit Images zu benutzen, welche die Netzwerktreiber alle besitzen.

Um die ganze Sache dann noch zu vereinfachen, wäre eine Weboberfläche für das generieren der Dateien für die automatische Installation ein muss. Sonst wird leider das Ganze nicht wirklich angenommen. Ich kann nochmal in dem Punkt als gutes Beispiel auf die Konfigurationen in SuSE Studio hinweisen, ein Projekt das ich wirklich als von der Aufmachung her Gut finde.

Die Textdateien wären minimal, der Webserver verbaucht wenig Bandbreite und es wäre ein Projekt, welches Debian auch vielleicht den Ruf wieder einbringt, eine einfach zu installierende Distribution zu sein und man sollte vor allem den Spaßfaktor nicht vergessen.

6 Comments

  1. Schöner Artikel und das Thema ist wichtig. Gerade um ein schnelles reproduzierbares Ergebnis zu bekommen.

    Für die Post Installation bin ich schon seit einiger Zeit auf den Geschmack von Chef gekommen http://www.opscode.com/ dieses ist ein open-source System was einen hilft so gut wie alles in einen Rutsch zu automatisieren. Angegangen vom Benutzer anlegen über einfach alle benötigten Pakete zu installieren bis zu komplexen Szenarien. Die Lernkurve ist steil, wenn die ersten Schritte aber gemacht sind ist Chef eine große Hilfe.

    Ich empfehle jeden der Infrastruktur betreut sich Chef anzuschauen und ein wenig damit zu experimentieren.

    1. Servus Denny,

      Danke für Deinen Eintrag. Chef ist aber eine Art von closed Source und nur als 5 Node max Privat erhältlich.
      Oder habe ich das missverstanden und ich könnte Chef in der Art Privat nutzen und es als Service anbieten um z.B. das zu machen, welches ich oben beschrieben habe?

      Bei der Redmonder Software konnte man es mit der unattend.txt lösen und so etwas würde ich gerne für Debian machen.
      Aus dem Grund meine Frage

  2. Chef steht unter der Apache License 2.0 also bekommst du damit keine Probleme. Du kannst die den Chef Server und Client sowie Chef-Solo ganz normal per Paketquelle auf deine Rechner / Server installieren.

    Die Angebote auf der Startseite beziehen sich darauf, wenn du den Server nicht selbst betreiben möchtest oder kannst.

    Nur Zeit benutzen wir noch die Chef-Solo Variante also komplett ohne Server, um z.B. htop, vim, nagios-pluins,ssh-pub-keys usw. auf dem Server zu installieren / konfigurieren

    Die eigentliche Installation des OS muss auf einen anderen Weg geschehen.

    1. Hört sich doch Gut an.
      Also, vielleicht per PXE, in dem Sinne, ein Minmal „deployen“ und den Rest per Chef.
      Muss ich mir mal die Tage anschauen.
      Danke Dir

      ps: btw keine Anleitung dazu in Deinem Blog?

      1. Ja das hört sich nicht nur gut an sondern ist es auch ;) Das mit dem PXE klingt auch sehr gut.

        Ja plane dafür aber ein wenig Zeit ein. Da das Thema einen doch zum Anfang „erschlägt“

        Ja würde ich sehr gerne machen, wenn ich mir die Zeit nehmen könnte. Aber meine Maus ist am Wochenende nicht da ;) vielleicht lässt sich da was machen.

        1. Ja, Zeit ist so ein Faktor.
          Ich schreibe seit zwei Wochen an einer richtigen Anleitung für mod_pagespeed und Konsorten, damit man Pfeffer auf seinen Server bringen kann.
          Da war ja bis Dato auch alles Lau im Netz und keiner hatte ein richtiges HowTo und zuviel Falschinfos fliegen da noch durch die Gegend.
          Schaun wir mal bis wann ich das Fertig bekomme.

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