IP-Adressen, Google und die Wirklichkeit

Dies ist eine überarbeitete Version. Dank dem Leser kjuh habe ich den Text noch einmal überarbeitet. Das Original findet sich in dem erweiterten Eintrag, denn meine Stilblüte möchte ich nicht verheimlichen.
Auch werde ich nun etwas mehr Ruhe und Stil in meine Artikel einfließen lassen. Danke nochmal an kjuh für das „Nörgeln“ und ich hoffe diese Version lässt mich in einem besseren Licht erscheinen, als es Jener zuvor tat. Falls doch etwas grammatikalisch Falsch ist, mich einfach mal in den Kommentaren treten…

Golem.de:

Google wendet sich gegen Vorschläge der EU-Datenschützer, IP-Adressen als personenbezogene Daten einzustufen. Google befürchtet Nachteile für seine Geschäftstätigkeit.

Für mich sind dies definitiv personenbezogene Daten. Die Gründe sind einfach erklärt.
Nehmen wir doch erst einmal das Beispiel einer festen Adresse.
Über eine feste Adresse lassen sich relativ einfach personenbezogene Daten generieren indem mein Netzwerkverkehr beobachtet und ein Profil aus der Datensammlung generiert wird. Ich denke die Meisten sollten dies schon Wissen. Überprüfen lässt es sich relativ einfach mit einem Sniffer in dem eigenen Netzwerksegment. Ist kein TLS bei der Kommunikation vorhanden werden Benutzername, sowie die Passwörter im Klartext übertragen und wir können jene mitlesen.
Dürfte den meisten auch bekannt sein.
Wenn nun eine dynamische Adresse vorhanden ist, gilt im Grunde genau der gleiche Fall wie bei einer festen Adresse. Auch, wenn mir der momentane Eigentümer der Adresse namentlich unbekannt ist. Hierzu möchte ich nun ein Beispiel aus der Realität anwenden, welches ich als sehr Gut empfinde.
Wir suchen uns eine unbekannte Person innerhalb eines Einkaufszentrums aus und beobachten jene die ganze Zeit. Wir sehen wie die Person sich verschiedene Sachen anschaut, vielleicht ein paar Dinge kauft. Irgendwann, davon gehe ich aus, wird uns diese Person bemerken und uns zurechtweisen, dass Sie dies nicht möchte. Ich denke,jeder kann das nachvollziehen und soweit ich weiß ist es in Deutschland auch verboten (Stalking-Gesetz ?). Also diesen Vorgang nicht wirklich ausführen ;) Würden wir nun Antworten , dass wir nur die Gewohnheiten beobachten um Ihr noch andere Güter schmackhaft zu machen, oder um Ihr Profil gewinnbringend zu verkaufen, dann könnte ich mir eine Eskalation vorstellen. Wer nicht ?
Wenn ich das nun auf Google, oder andere Datenjäger beziehe, dann scheint bei vielen die Realität an dem Computer nicht vorhanden zu sein. Ich möchte doch ganz ehrlich selbst Entscheiden, ob meine IP-Adresse personenbezogen ist, oder auch nicht. Wie ich selbst in der Realität entscheide, wer genau was über mich erfahren darf. Ich verstehe, dass ein Server, welcher Homepages ausliefert, damit nicht gemeint ist. Ich stimme mit Alma Whitten in dem Punkt überein. Aber, wenn ein Vergleich mit Amerika wieder einmal herhalten muss ( Harbour sagt, dass es aus US-Perspektive dazu keinen Konsens gäbe), gerät mein Blut in Wallung, denn wir sind Hier in Europa und nicht in Amerika.

Golem.de:

Google wendet sich gegen Vorschläge der EU-Datenschützer, IP-Adressen als personenbezogene Daten einzustufen. Google befürchtet Nachteile für seine Geschäftstätigkeit.

Und ob das personenbezogene Daten sind.
Ich postuliere:
Wenn ich eine feste IP-Adresse besitze und somit immer der gleiche Nutznießer des Internetdienstes bin, kann aufgrund meiner festen IP eine Datensammlung, welche aufschlussreiche Eigenschaften meiner Person ohne mein Mitwissen preisgibt, getätigt werden. Ich denke die meisten mögen jenes schon Wissen. Im Grunde kann man dies schon als Privatmensch bei Adresse N mit einem Sniffer durchführen. Harren wir der Dinge, wenn keine TLS bei der Abholung von E-Mails genutzt wird. Wenn ich nun eine dynamische Adresse besitze, “könnte” sich das ganze anders Verhalten. Könnte. Ich nehme mal ein ganz einfaches Beispiel und ich denke, das kann auch jeder einmal selber ausprobieren in der Realität, Verantwortung übernehme ich für den Fall keine. Wir suchen eine uns nicht bekannte Person und gehen Ihr einfach durch ein komplettes Einkaufszentrum hinterher. Schauen, wie sich diese Person bei dem Shopping verschiedene Sachen anschaut, vielleicht auch welche kauft. Das machen wir auch Gut und Gerne 2-3 Stunden. In dem Sinne ist die Person uns unbekannt, nennen wir Sie dynamische Person. Wenn wir uns in die Lage der dynamischen Person (dP) , welche uns ja unbekannt ist, versetzen, wird diese das nicht lange über sich ergehen lassen. Sie wird uns auffordern doch bitte diese Art von Stalking zu unterlassen. Wenn wir dieser dP nun sagen, och das ist doch nicht so wichtig, wir wollen nur ansehen, wie Ihr Kaufverhalten ist und Ihr dann gerne noch andere Dinge anbieten, welche Sie vielleicht brauchen könnte, oder die Daten verkaufen, was Sie sich so angeschaut hat und was Sie vielleicht für eine Person ist. Wer, wie die Schwaben sagen “narret” ist wird jenes tun. Ich denke, bei mir währe in dem Moment die erste problematische Zone erreicht, falls dies Jemand bei mir macht.
Beziehe ich dies nun Alles auf eine dynamische Adresse und lasse mir etwas von Google unterschieben, oder auch von einem anderen Werbe- und Datenjäger, dann geschieht genau das. Und ich spreche Hier nicht von einem Server der nur Homepages etc ausliefert, sondern von dynamischen oder festen zugewiesenen IP-Adressen von einem ISP ( Somit stimme ich mit Alma Whitten in dem Punkt überein).
Auch wenn Harbour sagt, dass es aus US-Perspektive dazu keinen Konsens gäbe, ist mir das, man Entschuldige mir den Lapsus, Scheissegal. Denn gute Frau, Europa ist mitnichten die USA und ich hoffe, dass dies so bleibt.

IP-Adressen, Google und die Wirklichkeit
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6 Gedanken zu „IP-Adressen, Google und die Wirklichkeit

  • 2008-02-27 um 11:18
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    Netter Text! Der Grundaussage kann ich auch nur zustimmen, *aber* ich finde Du könntest noch etwas an den Formulierungen und der Rechtschreibung feilen. Oder Deine Ausdrucksweise auf ein Level runterschrauben das Du beherrschst. Ich finde es schade wenn Leute versuchen sich intellektuell zu geben und sich dabei als doch etwas durchschnittlicher outen als sie zu sein vorzugeben versuchen, insbesondere wenn dadurch eine gute Aussage an Professionalität und Glaubwürdigkeit verliert. Die Formulierung „Harren wir der Dinge, wenn keine TLS bei der Abholung von E-Mails genutzt wird.“ ergibt für mich irgendwie überhaupt keinen Sinn. Und _wie_ machen wir etwas? „…Gut und Gerne…“??? – überhaupt scheint Deine Affinität zu Großbuchstaben in der zweiten Hälfte Deines Machwerks das gebotene Maß deutlich zu übersteigen… Achso, und wie soll ich als Privatmensch die Adresse N sniffen, wenn der Rechner dazu nicht grad in meinem eigenen Netz steht? Aber nichts für ungut, die Idee ist richtig.

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  • 2008-02-27 um 15:31
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    > Die Formulierung „Harren wir der Dinge, wenn keine TLS bei der Abholung von E-Mails genutzt wird.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Transport_Layer_Security
    Sprich Passwort und Username sind sichtbar, falls kein TLS vorhanden ist.
    > Oder Deine Ausdrucksweise auf ein Level runterschrauben das Du beherrschst
    Du ich beherrsche das schon, nur muss ich zugeben , dass ich als weilen Konfus bin und schneller Denke als ich Tippe, hoffe das sei mir verziehen.

    „gut und gerne“ stimmt. Da haben wir ein nettes Verb.

    Danke Dir für Deine Kommentare und das meine Idee Dir doch richtig erscheint. ;)

    Grüsse Seraphyn

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  • 2008-02-28 um 9:36
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    Hallo noch mal!
    Ja schon wieder der Nörgler. :)
    TLS kenn ich (bin Fachinformatiker), ich denke aber es müsste eher heißen „Harren wir der Dinge, die da kommen mögen, wenn…“.
    Dann denke ich Du bist „zuweilen konfus“, es heißt nämlich _zuweilen_ und nicht _als weilen_. _Konfus_ ist wie _gut_ und _gerne_ ein Adjektiv und wird deshalb (außer am Satzanfang) auch kein klein geschrieben, Verben haben wir bei „schneller _denke_ als ich _tippe_“…
    Also wenn Du doch schon weißt, dass Du konfus bist und schneller tippst als denkst (was mir oft genug auch so geht), dann könntest Du doch nach dem Schreiben nochmal kritisch drüberlesen. http://www.canoo.net leistet mir immer wieder gute Dienste beim Kontrollieren meiner eigenen Ergüsse und trägt nebenbei noch zur Bildung bei.
    Aber damit sei der Kritik genug, sonst reg ich mich noch auf… ;-)

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  • 2008-02-28 um 13:44
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    Kjuh,

    Ich habe mir wiederholt Gedanken gemacht.
    Ich nehme Deine Kritik zu Herzen und werde nun beherzter Tippen und mir mehr Mühe geben. Also, als Nörgler sehe ich Dich nicht, ich Danke Dir für den Hinweis und werde mir mehr Mühe geben. Somit Grüsse und eine schöne Woche noch…

    Seraphyn

    ps: Sind die anderen Artikel auch so Schlimm ? ;)

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  • 2008-02-28 um 17:19
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    Keine Ahnung, ich habe bis jetzt nur den einen gelesen; schlimm würde ich sowieso nicht sagen, ich bin einfach manchmal pingelig in solchen Dingen. Aber vielleicht lese und nörgele ich noch ein bisschen an Deinem Blog rum wenn ich mal Zeit hab. Dir natürlich auch eine schöne Restwoche und ein erholsames Wochenende danach.

    P.S.: Lustige Lektüre zum Thema (äh – meinem, nicht Deinem): [url]http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/[/url]
    Ich hoffe das wird jetzt nicht zu OT (jaja, ich weiß Denglisch…), weil eigentlich ging’s ja um „IPs, Google und die Wirklichkeit“…

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