RaspberryPi angekommen

Da klingelt der Postmann bei mir und was bringt er mir mit?
Meinen RaspberryPi inkl Netzteil und ein HDMI-Kabel, beides habe ich Tobias K.¹ zu verdanken, welcher sich auf einen Google+-Post von mir gemeldet hat
betreffend der Aussage, wer denn einen RaspberryPi zu verkaufen hat.
Ich habe trotz mehr als zeitnaher Bestellinterressenanforderung bis Dato von beiden Resellern keine Antwort bekommen.

Raspberry Pi
Ich habe persönlich auch gleich 2 SDHC-Karten gekauft, welche definitiv auf dem RaspberryPi laufen. Dies sind SanDisk 4GB zu einem Schleuderpreis von 3€ pro Stück.
Ausreichend um jede momentan erhätliche Distribution zu testen, der Rest der Daten kommt in das interne Netzwerk, wie es sich gehört. Ich habe bis Dato drei mir wichtige Distributionen getestet,
wobei eine sich absolut nicht installieren lies und ich sie noch nicht weiter verfolgt habe. Nicht bedeutet, ich habe noch nicht die Zeit gehabt den Fehler auszumerzen, werde mich also noch bei Zeiten
weiter damit beschäftigen.
Als erstes wurde OpenElec getest, es war das
Release 20120623232506-r11392. Es lies sich simple mit dem beiligendem Script create_sdcard auf die SDHC bringen, als Abhängigkeit wird parted
verlangt um die Partitonierung vorzunehmen. Nach dem Starten gibt es einen kurzen openElec-Bootbildschirm und dann findet man sich nach einer kleinen gefühlten Ewigkeit in XBMC wieder. Tastatur ist ein Muß, da
leider kein XBMC-Remoteclient genutzt werden kann. Es wurde schlicht nicht ab Werk in den Einstellungen angestellt. Somit muss man die “nicht funktionierende Module”-Meldung per USB-Tatstatur wegklicken, den Remoteclient in der
Konfiguration von XBMC incl Passwort anschalten und der Rest kann per OfficialXBMCRemote
geschehen.
Damit ich per NFS an meine Multimediadateien komme, habe ich ein Script namens autostart.sh in /storage/.config abgelegt:

#! /bin/sh
 (sleep 30; 
 mount -t nfs 192.168.1.2:/video /storage/videos -r; 
 mount -t nfs 192.168.1.2:/music /storage/music -r; 
 mount -t nfs 192.168.1.2:/photo /storage/pictures -r 
);

Das hatte ich per SSH vorgenommen, der SSH-Server ist ab Werk eingeschaltet, User root pass openelec.
Zum Thema OpenElec. Wer HDMI für seinen Boxen besitzt, Gut, wer dies nicht besitzt, Schlecht. Die Musikwiedergabe wird per HDMI an den Fernseher ausgegeben, obwohl in den Systemeinstellungen der Output auf
Analog steht. Sprich auf die 3.5er Klinke. Bei Filmen und Videos wird der Ton lustigerweise dann auf der 3.5er Buchse ausgegeben. Ein schon gemeldeter Bug der hoffentlich bald gefixt wird. Stotternde Wiedergabe
Ist leider auch bei einigen Files vorhanden. Ein tolles Beispiel ist das per youtube-Plugin abgespielte Video
Linkin Park – Live In London, iTunes Festival 04.07.2011.
Auch besitze ich ein paar Xvid-Dateien, bei welchem das wirklich massiv vorkommt, auch der Punkt Buffering haut ein paar mal eine böse Kerbe in den Spaß. Was auf einer alten Xbox mit XBMC möglich ist, ist scheinbar mit OpenElec
auf einem RaspberryPi nicht gleich zu meistern. Die Aussage soll in dem Moment kein absolutes Minus für OpenElec sein, es sind aber 1,2 Hürden, welche man sich bewusst machen sollte. Dazu ist das wirklich große Release von
OpenElec noch in der Mache. Somit, wird es bestimmt, oder hoffentlich, gefixt.

Dann war ich sehr auf Raspbmc von Sam Nazarko gespannt,
jener hatte schon den RC3 herausgebracht und es ist auch eine XBMC-Distribution für den RapsberryPi.
Nach dem Aufspielen des Images auf die SDHC mit einem dd if=installer-testing.img of=/dev/mmcblk0 und dem starten des RaspberryPis ging es auch flott los.
Die Daten wurd in den Speicher geladen, eine Verbindung mit dem Server aufgenommen, die SDHC-Karte neu partitioniert, das System eingerichtet… dies alles mit einer netten ncurses-Anzeige. Das erfreut des
Debianers Herzen. Eine kurze und nette Mitteilung nach dem reboot wird der Rest der Installation vorgenommen… und schon startet der RaspberryPi neu.
Oder auch nicht.
Oder, nun, ich habe mal einen kurzen Moment gewartet und es war nichts zu sehen. Kurzen Moment verlängert auf 10 Minuten, man hat ja noch anderes zu tun, aber Nein, nichts.
Somit habe ich selbst den RaspberryPi neu gestartet und einen kurzen Moment gewartet, aber die StatusLEDs ( ohhh Blinklichter, Gizmos, klein und niedlich, muss man zugeben) sagten mir, dass man nicht von der SDHC-Karte
booten möchte. Ich schaute mir die Partitionen nur kurz auf dem Thinkpad an, fand keinen Fehler, probierte es nochmal neu aus, das gleiche Ergebniss und war ein wenig genervt, warum man mir kein richtiges Image, wie
jenes von OpenElec anbieten würde. Somit, aufgeschoben, und …

Debian Wheezy für den RaspberryPi getestet. Siehe dazu auch RaspberryPi Blog: Debian wheezy public beta
Ein dd if=2012-06-18-wheezy-beta.img of=/dev/mmcblk0 brachte mir Debian Wheezy auf die SDHC-Karte und der RaspberryPi startete in der gewohnten Debianmanier.
Als nächstes wird man von einem ncurses-Menü empfangen in welchem man die root-Partition vergössern, die Tatstatur- und Systemsprache einstellen, den SSH-Server starten, sowie dieses Menü nach getaner
Einstellung für den nächsten Start deaktivieren kann. Nachdem die Einstellungen vorgenommen wurden startet man den RaspberryPi neu und befindet sich danach auf einem LXDE-Desktop inkl. Midoribrowser und ein paar anderen
Anwendungen. Ich habe nur einmal kurz den Browser getestet, hatte Internetkontakt und somit erst einmal meine Untersuchung von Wheezy auf dem RaspberryPi beendigt.
Ich kenne Wheezy und in dem Punkt mächte ich mir lieber selbst eine Distribution aufbauend. Basierend auf dieser mit einem anderen WM und anderen Anwendungen.

Somit habe ich erst einmal leicht die Distributionen, welche mich interessieren angekratzt und werde mich auf alle Fälle dann noch weiter mit der Hardware selbst beschäftigen.
Ich bin in dem Punkt Multimedia erst einmal bei OpenElec geblieben und werde mich aber noch weiter umschauen. Ich finde den RaspberryPi vom Preis/Leistungsverhätlnis aus gesehen eine super Sache und werde mich auch noch
nach einem Gehäuse umschauen. Eines, welches ich Gut hinter den LCD setzen kann, da mein kleiner Sohn noch keinen Zugriff auf den Pi haben soll. Kaufen möchte ich keines, mal sehen was sich findet. Weiteres dann hier im Blog.

¹ Kein deutscher Reseller, somit Name gekürzt, auch aus Datenschutzgründen

RaspberryPi angekommen
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