Lenovo Thinkpad Helix i5 Fedora 29

Durch Zufall habe ich für einen sehr geringen Preis einen noch gut erhaltenen Lenovo Helix i5 ersteigert.

Die Hardware Lenovo Helix i5 3427-U

Entschieden habe ich mich ganz besonders für die Version mit der i5 CPU, da die Version mit der i7 CPU unter Hitzeproblemen und einer kürzeren Akkulaufzeit zu leiden hat.

Nach 5 Jahren sind die beiden Akkus nicht mehr so kräftig wie am Anfang, bieten aber zusammen immer noch, laut Gnome, eine Laufzeit von 5 Stunden und 40 Minuten.

acpi -V
Battery 0: Unknown, 99%
Battery 0: design capacity 3414 mAh, last full capacity 2691 mAh = 78%
Battery 1: Full, 100%
Battery 1: design capacity 1706 mAh, last full capacity 1079 mAh = 63%

Als Festplatte besitzt der Thinkpad eine Toshiba THNSNF256GMCS mit 256GB, verbaut sind 4GB RAM.
Der Thinkpad besitzt ein 3G Modem, einen Touchscreen mit einer Auflösung von 1920×1024. Der Bildschirm bekommt seine Signale von einer Intel HD Graphics 4000 Grafikkarte.
Leider besitzt er aber kein Bluetooth, oder NFC. Dies gilt auch für einen vollständigen Ethernetport, wobei bei einem Neukauf hier ein USB to Ethernet Plug beiliegt. Weitere Infos

Auch besitzt der Thinkpad einen kleinen Riss und ist an der Oberseite der Tableteinheit etwas verbogen. Dies ist mir gleich nach dem Auspacken aufgefallen und wurde den Verkäufer gemeldet. Dieser ist, wie man von eBay gewohnt, „nicht schuldig“. Dies muss bei dem Transport geschehen sein und er sieht keinen Handlungsbedarf, der O-Ton. Somit ein Fehlkauf meinerseits, da ich den Thinkpad nicht bei meinen gewohnten Quellen gekauft hatte. Verkäufer bekommt eine schlechte Bewertung, der saure Apfel.
Lustige Nebensache, der Thinkpad war so Gut verpackt und der Karton weißt keine Schäden auf:

Verpackungsbox eines Thinkpad Helix, Versender auf eBayDas muss wohl bei dem Versand passiert sein. Vor allem wenn sich dann noch etwas Schmutz in dem Riss befindet, welcher nicht im Karton vorhanden ist ;)

Installation Fedora 29

Ich habe Fedora 29 von einem USB-Stick installiert. Die Installation verlief wie bei jedem anderen Thinkpad. Ruhig.

Aus der Standardinstallation habe ich Evolution entfernt, mir ist hier doch Thunderbird etwas näher. Installiert wurden als Quellen nur RPM-Fusion und vorerst folgende Programme:

parcellite, thunderbird, thunderbid-enigmail, thunderbird-lightning-gdata, gstreamer-plugins, vlc, gnome-tweaks, qrencode

Als Extensions unter Gnome:
Alternate tab, Applications menu, Autohide Battery, Dash to dock (das ist der Tabletfunktion geschuldet), Impatience, No topleft hot corner, Openweather, Places status indicator, Rfresh wifi connections, Topicons plus, Workspace Grid

Thinkpad Helix, ein Linuxtablet oder ein Laptop ?

Der Thinkpad machte sich nach der Installation wirklich Gut. Es funktionierte jede Peripherie. Die Entfernung aus dem Dock, die Pivotgeschichte funktionieren out of the box. Aus dem Dock nehmen und es transformiert in ein Tablet. Mit eingeblendeter Tastatur nach einem Wisch nach oben. Nach dem Einschieben in das Dock kann die Tastatur und der Trackpoint wieder genutzt werden. Beide Kameras funktionieren perfekt.Toll gemacht Fedora. Ich kann mich nicht beschweren

Aber ich möchte das Gerät einfach nicht als Tablet benutzen. Es ist 4 mal so schwer wie mein iPad Air2 und der Digitizer funktioniert auch nur rudimentär. Bei einer Auflösung von 1920×1020 ist die Geschichte mit dem Touchscreen auch sehr absurd. Es wird frickelig für die Finger, oder es wird alles über Gebühr skaliert. Einzig und allein macht dann hier Kodi Spaß. Aber nur bis die Lüfter bei einem 1080i Film anspringen.

Die Tastatur ist nach dem Andocken wie gewohnt Gut, es fehlen die extra Tasten über und unter dem Touchpad für den Trackpoint. Jedes mal läuft man in die Gefahr den Pointer an eine andere Stell zu „katapultieren“

Im Ganzen regt einem das Touchpad über alle Maßen auf. Lenovo ist auch nach dem Rollout dieser neuen Hardwareversion sehr schnell zurück gerudert. Die Norm ist für mich das Touchpad zu deaktivieren und nur den Trackpoint zu nutzen. Bei diesem Gerät nicht wirklich anders möglich.

Ich hätte einfach zu einem X240 mit IPS greifen sollen, welcher mir mehr Spaß bereitet hätte.

Mein Fazit

Das nach 20 Jahren Thinkpadnutzung der erste Thinkpad bei welchen ich den Kauf bereue. Nicht wegen dem kleinen Riss, sondern die Maschine ergibt keinen Sinn. Ein sehr schlechtes Tablet, durch das Touchpad ein Schmerz in der Nutzung. Wenn es ein spiegelnder Touchscreen sein muss, greift man lieber zu einer XSerie. Aber es muss nicht wirklich ein Touchscreen sein, oder?

Die Idee ein Linuxtablet zu besitzen lege ich damit erst einmal ad acta. Somit wird er wohl immer in dem Dock bleiben und mit seinen zwei Akkus ist er erst einmal eine gute Schreibmaschine für unterwegs, vor allem durch die Möglichkeit der Nutzung via WWAN


2 Kommentare

  1. Sehr schade. Ich hatte auch mit dem Gedanken gespielt, da mir ein Linux Tablet echt zusagen würde. Dann wird es halt ein gebrauchtes iPad. Ich hatte zwar auch kurzzeitig mit dem Gedanken gespielt, mir noch mal ein Notebook zu kaufen, allerdings sehe ich bei mir keinen Nutzen mehr dabei. Was ich dabei leider sehr schade finde ist, dass ich dann kein Linux mehr nutzen kann. Das wird mir echt fehlen.

    • Christian M. Grube 2019-03-02 um 11:43 Antworten

      Ja, das mit dem Tablet ist wirklich Schade.
      Bei mir ist es immer die T-Serie, oder die X-Serie welche mich glücklich macht.
      Als iPad hatte ich mir vor 3 Jahren einmal ein Air 2 refurbished mit 64GB zugelegt.
      Das fällt glaube ich nächstes, oder übernächstes Jahr aus dem Support.
      Ich habe zwar kein Case mit einer Bluetoothtatstatur, könnte mir dies aber auch sehr gut vorstellen.
      Aber als alleiniges Arbeitsgerät würde ich den Thinkpad vorziehen.
      Ein Tablet hat wirklich nur während der Bahnfahrt, auf dem Sofa etc wirklich einen Nutzen.
      Tolles Lesegerät.

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