Ein neues Plugin für die Komprimierung von Bildern in WordPress

Ich war sehr lange ein Anhänger des Plugins WP Smush gewesen. Seit einiger Zeit bin ich nun nicht mehr zufrieden mit dem Plugin, auch Pagespeed moniert mir die Komprimierungsgröße der Bilder. Es wurde Zeit nach einer Alternative ausschau zu halten und WP Smush gegen ein jüngeres und besseres Plugin auszutauschen.

By Rob (Flickr profile: https://www.flickr.com/people/barretthall/ CC BY 2.0 edited by Christian M. Grube via
By Rob (Flickr profile: https://www.flickr.com/people/barretthall/ CC BY 2.0 edited by Christian M. Grube

TinyPng.com ist ein Dienst, welcher eine kostenlose Kompression von Bildern in dem Format jpeg und png anbietet. Die kostenlose Kompression mit Hilfe der API ist auf eine maximale monatliche Anzahl von 500 Stück, aber nicht auf eine Dateigröße begrenzt. Die API kann mit Hilfe des Plugins Compress JPEG & PNG images für WordPress genutzt werden. Mit diesem lassen sich Bilder in verschiedenen Bildgrößen/Formaten je nach Konfiguration komprimieren.

Eigenschaften des Plugin:

  • Automatische Kompression der Bilder nach dem Hochladen in die Mediathek
  • Kompression aller Bilder aus der bestehenden Mediendatenbank
  • Individuelle Kompression von Bildern in der Mediendatenbank per Button
  • Multisiteunterstützung mit nur einem API-Schlüssel
  • Wahl der zu komprimierenden Bildgrößen
  • Automatische Erkennung von noch zu komprimierenden Bildern innerhalb der Mediendatenbank
  • Kein Dateigrößenlimit

 

Bewertungen

Die schlechten Bewertungen hat das Plugin bekommen, weil einige Künstler auf die Idee kamen Ihre Originale auch komprimieren zu lassen. Das dies ein massiver Verlust ist, wenn man nicht einmal ein Backup der Bilder besitzt dürfte klar sein. Ich würde vorschlagen das Original nicht zu komprimieren, da dieses normalerweise nicht direkt eingebunden, sondern eher verlinkt wird. Dies lässt sich natürlich in den Einstellungen vornehmen.

Konfiguration

Die Konfiguration des Plugins wird nach der Installation unter Einstellungen > Medien vorgenommen.

Um das Plugin nutzen zu können ist ein API-Schlüssel von TinyPNG notwendig, welcher auf der Developerseite von tinypng.com ohne Bekanntgabe von persönlichen Daten nur mit dem Namen und der Emailadresse angefordert werden kann. Dieser Schlüssel wird in den Konfigurationseinstellungen unter
Einstellungen > Medien > PNG and JPEG compression > TinyPNG API key eingetragen.

Hier hat man auch den Überblick über den monatlich verbrauchten Kontingent > Connection status.

Fazit

Trotz seines Kontingents, welches für manche mit 500 Bildern wohl sehr gering sein könnte, bin ich von dem Plugin überzeugt. Einige Beschränkungen wie die maximale Dateigröße von 32MB, WP Smush, fallen weg. Pagespeed und andere Webseiteninspektoren monieren nicht mehr die Dateigröße der Bilder. Negativ schlägt mir alleine das nicht abschaltbare automatische Komprimieren der Bilder nach einem Upload. Hier wird mir bei einem fehlerhaften Upload leider mein Kontingent unnötig verringert. Falls dies nicht in einer zukünftigen Version des Plugins geändert wird, werde ich wohl einen Patch schreiben.

Natürlich könnte man sich einen zweiten API-Schlüssel mit einer anderen Emailadresse generieren lassen und diesen per Bashcript von RanyAlbegWein nutzen. Somit können die Bilder vor dem Upload und nach dem überschreiten des Kontingents komprimiert werden. Dies ist aber nur nötig, wenn man mit advpng, jpegtopnm, optipng oder auch pngcrush auf der Konsole nicht bewandert ist.

Compress JPEG & PNG images
Compress JPEG & PNG images
Entwickler: TinyPNG
Preis: Kostenlos

 

panda via: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Atlanta_Zoo_Panda.jpg

Ein neues Plugin für die Komprimierung von Bildern in WordPress
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6 Gedanken zu „Ein neues Plugin für die Komprimierung von Bildern in WordPress

  • 2015-09-09 um 14:45
    Permalink

    Wozu braucht man diesen Dienst, wenn man seine Bilder vor dem Upload verkleinert? Dazu gibt’s zig Tools für jedes Betriebssystem.

    Der vorgestellte Dienst hat doch ne Menge Fußangeln. Nur eine begrenzte Anzahl von Bildern (The first 500 compressions per month are completely free, so roughly 100 images can be uploaded to WordPress for free) und die Bilder werden an TinyJPG weitergeleitet (über was für eine Verbindung eigentlich?)…

    Antworten
    • 2015-09-10 um 7:54
      Permalink

      Wozu braucht man diesen Dienst, wenn man seine Bilder vor dem Upload verkleinert? Dazu gibt’s zig Tools für jedes Betriebssystem.

      Schaue doch bitte einmal auf den letzten Satz in dem Fazit, das beantwortet Dir die Frage.

      Der vorgestellte Dienst hat doch ne Menge Fußangeln. Nur eine begrenzte Anzahl von Bildern (The first 500 compressions per month are completely free, so roughly 100 images can be uploaded to WordPress for free)

      Was ich auch im Fazit sagte, er unterliegt aber nicht einer Größenbeschränkung wie z.B. WPSmush.

      Jetzt beginne ich mir veräppelt vorzukommen:

      und die Bilder werden an TinyJPG weitergeleitet (über was für eine Verbindung eigentlich?)…

      Erstes Wort inkl Link im ersten Satz im ersten Absatz.

      Wenn Du einen eigenen Dienst für die Komprimierung auf Deinem Server starten möchtest ist dies sehr Gut mit einigen Plugins von WordPress möglich. Bei Anfrage kann ich Dir gerne welche nennen. Und um lokal unter Unix automatisch Bilder zu verkleinern, inkl dem hinzufügen von Wasserzeichen, kann man inotify oder systemd nehmen, nur diese stehen nicht immer zur Verfügung.

      Bevor du nun antwortest, lese die Antwort, denke darüber nach, dann lese sie noch einmal, denke nochmal darüber nach, google, nochnal nachdenken und dann vielleicht posten

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  • 2015-09-10 um 8:12
    Permalink

    Danke für deine kompetente, hilfreiche und geistig überlegene Antwort.

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  • 2015-11-08 um 15:19
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    Klasse Beitrag! Würde gern von Dir Deine Plugins wissen für WordPress für die HTML, Images und JS Komprimierung. Möglichst kostenfrei. VG Marco

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    • 2015-11-09 um 10:51
      Permalink

      Autoptimize und WP Supercache laufen für die Komprimierung und das Caching.
      Sowie der Apache hat nutzt gzip.
      Für die Bilder habe ich RICG Responsive Images installiert dessen Code in der nächsten Version von WordPress vorhanden ist.
      Die Galerien werden mit Responsive Lightbox für die Mobiles vorbereitet.

      Deine Webhoster 1&1 unterstützt dies auch alles, kostenfrei ;)

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