Der Unixer, Ottonormaluser und Ubuntu

Ja, so ist das. Es gibt mittlerweile viele Menschen die Linux nutzen möchten und ich kann leider in dem Punkt nur Ubuntu empfehlen. Gerne installiere ich auch mit Jemanden Debian, aber die Krux als freier Supporter bei Debian vorhanden zu sein ist definitiv größer als bei Ubuntu, Egal zu welcher Uhrzeit und vor allem welche/s Herausforderung/Problem. Es ist nicht wie bei meiner Partnerin in der Arbeit, dass Jemand permanent auf Linux schimpft, weil er ein „WindowsPower-User“ ist und in Wirklichkeit keine Ahnung von Windows in dem Sinne hat, wie es sich ein Admin wünscht, schon im Ganzen nicht von Scriptsprachen, oder der Softwarehierachie versch. Betriebssysteme. Aber Er scheint sich wacker mit seinen Sprüchen zu halten;)

Es sind die Menschen nebenan, die gerne mal eine Mail schreiben, im Internet surfen und MSN/Skype/ICQ nutzen und damit hat es sich fast. Somit, Ihr versteht was ich meine, es ist Ottonormal. Unser Ubuntu-Ottonormaluser, ich nenne Ihn nun kurz uou, wollte gerne Doom3 spielen, welches nicht unter Linux eine Herausforderung darstellt, oder darstellen sollte. Es wurde nicht der Loki-Installer genommen, sondern das ganze wurde mit CrossoverGames installiert ( Ich hatte noch ein par Lizenzen) und somit fing der ganze à„rger an. Als erstes monierte CrossoverGames, dass der Nvidia-Treiber, welcher von Ubuntu propagandiert wird zu alt sei WTH. Dies erstmal ignoriert das Spiel installiert und Super ist sich. Nach einer glxinfo-Abfrage in der Shell ergab sich, dass der Treiber installiert sei, aber nur der Besitzer root und die Gruppe video darf /dev/nvidia0 und /dev/nvidiactl lesen und schreiben. Ich könnte mich nun hinsetzen und eine Regel für udev schreiben, aber dies kann nicht der Weg sein und habe den Benutzer in die Gruppe video hinzugefügt. Nach einem Reboot lief auch Doom3 samt Bumpmaps wie erwartet und es war eine Freude wirklich mal schnelle Frames zu sehen, welches auch uou im Gegensatz zu seinem Vista auffiel. Da ich wusste, dass es Updates für Ubuntu gibt, man hat ja Linuxsecurity als Feed wollte ich uou zeigen wie er auf der Shell seine Updates macht. Ein sudo -s in die Bash geschickt, ouo-Passwort eingegeben, als Antwort bekam ich, dass /bin/bash nicht von dem Benutzer als root ausgeführt werden darf. Heruntergefahren in dem DuDarfstAllesModus hochgefahren und sich mal als root mit visudo die Datei /etc/sudoers angeschaut. Ich konnte keinen Fehler entdecken. Somit in /etc/group per vi und was sehe ich da, ouo ist nur in seiner Gruppe und video, aber nicht in der Gruppe adm, dialout, cdrom, plugdev, lpadmin, admin, vboxusers und sambashare. Somit den Benutzer ouo hinzugefügt das System neu gestartet und siehe da, alles wieder im rechten Lot.

Für mich stellt sich nun die Frage, wenn Ubuntu schon so einfach sein soll, wie soll ein OttonormalUser diese Systeminterna kennen und damit klar kommen und vor allem, warum setzten die Ubuntumaintainer nicht bei der Installation des NVidia-Treiber die /dev-Regeln so, dass dev/nvidia0 und /dev/nvidiactl auf 666 gesetzt, oder der Ottonormaluser in die Gruppe video kommt? Unter Debian akzeptiere ich das Verhalten, denn ich muss den Treiber wirklich per Hand einspielen. Somit, Ubuntu wischt einem nicht wirklich den Hintern, es wird immer wieder Jemand gebraucht, welcher sich wirklich mit den Internas auskennt, ich kenne nur Debian und kann nicht immer auf Ubuntu schliessen, denn die Automagie ist etwas komisch gehandhabt und meiner Meinung nach, ist es Zeit für ein neues Ubuntu, sprich von Grundauf mit Debian wiederum als Basis. Vielleicht kann Ubuntu dann den Desktop komplett erobern ( damit meine ich Weltweit gute 20%), nur sollte es dann soweit kastriert sein, dass es sich wirklich um ein reines Desktopsystem handelt, ohne große „Ich-kann-auch-Server“-Plenkeleien.

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