Das große NATing

Wenn ich mich die letzten Tage so durch das Netz lese in dem Thema IPv4 und das leerlaufen des Adresspools glaube ich zum großen Teil, dass ich mit meiner Meinung Alleine stehe.
Natürlich wäre es Sexy eine feste IP für immer an einem Gerät zu besitzen.
Das bringt doch einen hervorragenden Datenschutz, lässt einem ohne großen Aufwand auf seine Heimgeräte zugreifen ( welche natürlich von den Herstellern in der Firmware/Software so weit gepflegt werden, dass sich auch FortKnox die Geräte ohne große Tests leistet) und bringt im großen Sinne keinerlei Gefahren und Mehraufwand für jeden Nutzer. Ist die IP oben, jupp, dann könnte er da sein. Finger hat also wirklich mal wieder einen Nutzen unter Linux und Unix, Google hat endlich einen wirklichen Wert mit seiner neuen Maps-Edition inkl Google Latitude.
Die Narretei des Nichterreichbarkeit weicht der omnipotente Erreichbarkeit und mein Kühlschrank freut sich, wenn der $GROSSEINKAUFMARKT Ihm die neuesten Angebote ohne umweltverschmutzende Prospekte zuführt und er mir bei Ankunft gleich weisen Rat geben kann.
Ja, glaubt Ihr denn an den Weihnachtsmann?
Es gibt nur einen einzigen Grund, dass die Internetprovider langsam mal wirklich, stimmt nach mehr als einem Jahrzehnt, auf die Idee kommen IPv6-Adressen an Otto Normal zu vergeben. Der Stromverbrauch und die Mehr-/Pflegekosten für die IPv6 Gateways.
Sprich, es wird weiter gehen mit IPv4 für die Privatmenschen und nettes NAT betrieben bis es wirklich nicht mehr geht.
Ja, NAT ist keine Firewall, das sollte man dazu Wissen und bietet auch Komplikationen, siehe dazu auch RFC3027.
Somit, kann man sich weiter in „Sicherheit“ wiegen und erst einmal abwarten, wie wann und wo endlich IPv6 für Otto Normal eingeführt wird und Nein, wir werden nicht alle sterben und das Licht des Internets wird mitnichten erlöschen.
Aber der SPAM und die Botnets werden steigen und es wird sich langsam der Gesetzgeber fragen, wie er am besten dieser Situation Herr wird. Sei es den unbedarften Otto Normal in die Pflicht zu nehmen, oder der Industrie Druck zu machen. An Letzteres glaube ich nicht. Für den Gesetzgeber hat IPv6 einen Mehrwert, den man nicht unbeachtet lassen sollte und auch die Industrie wird sich daran erfreuen. Information ist heutzutage mehr Wert, als Werte die einer haptischen Wahnehmung unterliegen.
Somit sollte man sich gut überlegen, ob man sich auf IPv6 als Otto Normal freut, oder doch lieber ein Fan des großen momentan stattfindenden NATing bleibt.

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