Anker SoundBuds Sport IE20 Bluetooth Review

Ich habe mir selbst die Kopfhörer Anker Soundbuds Sport IE20 Bluetooth geschenkt um einmal einen Eindruck über den oft gescholtenen schlechten Sound via Bluetooth zu machen und mich natürlich auch beim Sport Kabellos zu bewegen.

Mea culpa, dies sind meine ersten Kopfhörer, neben  meinem unexplosiven Headset von Samsung HM1100, aus dem Bereich Bluetooth. Vielleicht beschwere, oder lobe auch manche Dinge, welche normal sind, aber es gibt mir die Chance einmal ein freies unverfälschtest Bild abzugeben. Ich habe die Soundbuds aus meiner eigenen Tasche bezahlt.

Ich habe einen Fehler nun schon nach meinem Kauf bemerkt. Zwar nennen sie sich Sport, haben aber keine einzige IPX-Bezeichnung, welches  mich doch dann sehr stutzig macht. Da ich mich im HIIT-, Crossfit- und Mountainbikebereich bewege denke ich, dass die Kopfhörer dann schnell Ihren Geist aufgeben könnten.

Einrichtung und Komfort

Ich  habe nach dem Auspacken die Kopfhörer erst einmal mit dem beigelegten Microsusbkabel komplett geladen und von den drei zur Auswahl stehenden „Haken“ den Größten gewählt, die vorkonfigurierten Ohrstücken habe ich gelassen, sie passten perfekt. Mitgeliefert werden Geräuschisolierend und Halb-Geöffnet. Saßen nach einer halben Stunde Spülmaschine ausräumen und mise en place für das Mittagessen noch bequem und störten trotz der Größe und Gewicht nicht.

Leider gleitet das Verbindungskabel nicht so Gut über die Haut und manchmal ziept es dort schon ein wenig im Naken. Das kenne ich von anderen kabelgebundenen Kopfhörer nicht, da ist scheinbar das Material ein wenig besser geeignet. Auch traue ich nicht wirklich der Lebensdauer der Haken für die Ohrmuschel über den Weg. Da immer wieder ein Teil der doch dünnen Haut, welche die Hörer umschließt von den Kopfhörer gezogen werden muss um an die Microusbbuchse für das Aufladen zu kommen.

Die Kopplung per Bluetooth unter iOS 10 mit einem iPhone SE 64GB klappte reibungslos und auch das Abschalten der Hörer via Magnetverschluss war keine Herausforderung. Das Pairing unter Debian Jessie / Notion Windowmanager klappte reibungslos und auch dort lies sich der Kopfhörer inklusive dem Mikrofon nutzen, welches ich aber nur kurz getestet hatte.

Pairing unter Debian Jessie
Pairing unter Debian Jessie

Klang

Der Klang ist erstaunlich gut, es fehlt halt trotz des perfekten Sitzes ein wenig Bass, aber es ist nicht so, als wäre keiner vorhanden. Es werden alle Mitten erstaunlich Gut abgedeckt und auch die Höhen sind im kompletten Spektrum wirklich Gut. Natürlich nicht zu vergleichen mit kabelgebundenen Hörern der gehobenen Mittelklasse. Ich habe kein Gefühl gehabt für die 25€ einen klanglichen Fehlkauf zu machen und für den Einsatz bei welchem ich sie brauche ist das auf jeden Fall okay. Wenn ich besseren Klang unterwegs brauche, dann greife ich zu dem treuen 10 Jahre alten iPod Shuffle mit 1GB mit inEar Hörern. Sie klingen auf jeden Fall besser als das Samsung Bluetoothheadset. Telefoniert habe ich bis Dato aber nicht mit den Anker, somit kann ich über die Qualität des Mikrofons noch nichts sagen.

Was mir auffiel bei der Nutzung waren gelegentliche Ticks bzw unregelmäßige Unterbrechungen der Musik für einen Sekundenbruchteil. Da sich das Smartphone in der Hosentasche befand und die Entfernung nicht so groß war, schließe ich einen Verbindungsabbruch aufgrund der Reichweite aus. Toll finde ich dies nun nicht. Ich beobachte dies einfach mal weiter

iPhone SE 64GB mit Soundbuds

Fazit

Ich bereue den Kauf noch nicht und bin eigentlich ganz froh darüber was die Kopfhörer leisten. Die kleine Tasche für unterwegs, das beigelegte Kabel für das Aufladen, sowie die Haken und Ohrstöpsel in verschiedener Größe hinterlassen einen guten Eindruck und auch die Verarbeitung lässt nicht auf einen Kopfhörer für unter 30€ schließen. Auf die Antwort meiner Anfrage via Twitter an Anker warte ich aber immer noch. Schweißresistent sind sie scheinbar nicht

3 Comments

  1. Der schlechte Klang bei Bluetooth ist halt so eine Sache. Es gibt verschiedene Codecs, worauf sich beide Geräte einigen müssen, und da gibt es halt auch schlechte, die z. B. eher für Sprache optimiert sind. Dann klingt Musik natürlich Grütze. Dann müssen die Kopfhörer natürlich ihren eigenen D/A-Wandler drin haben, da kann man ja auch gleich noch mal sparen … Dann ist da noch die Sache mit der Latenz, bei Musik relativ wurscht, bei Spielen oder Filmen schon wichtiger. Wie sieht es da mit den Kopfhörern aus? Als Test bietet sich z. B. ein Film mit Schüssen oder zugehenden Türen an, da sieht man recht gut, wenn es da unschöne Verzögerungen gibt.

    Bei meinen letzten Bluetooth-Kopfhörer-Tests vor 2-3 Jahren war die Gemengelange z. B. so, dass mit Headset/Sprach-Codec die Latenz völlig in Ordnung war, aber der Klang halt Mist, mit qualitativ hochwertigeren Codec der Klang super, aber die Latenz das ganze wieder gekillt hat …

    > Was mir auffiel bei der Nutzung waren gelegentliche Ticks bzw
    > unregelmäßige Unterbrechungen der Musik für einen Sekundenbruchteil.
    > Da sich das Smartphone in der Hosentasche befand und die Entfernung
    > nicht so groß war, schließe ich einen Verbindungsabbruch aufgrund der
    > Reichweite aus.

    Es reicht, wenn zwischen Kopfhörer und Smartphone dein Körper ist. Ich hab mal gelesen, dass die Hersteller von In-Ear-Bluetooth-Kopfhörern ohne Kabel zwischen den beiden Ohrsteckern das Problem haben, die beiden Teile synchronsieren zu müssen, aber nicht „durch“ den Kopf durchfunken können. Das ist in Gebäuden nicht das Problem, da Wände das Signal reflektieren, aber im Freien fällt das halt weg … Gab es zufällig mehr dieser Probleme im Freien?

    1. Also bei Musik habe ich die Probleme zum Glück nicht und ich glaube bei Filmen bleibe ich noch kabelgebunden.
      Vor allem nach Deinem Text werde ich das Ganze erst einmal mit ein wenig mehr Abstand weiter beobachten als ich es sowieso schon machte.
      Bei mir läuft alles noch über einen alten NAD, bzw im Moment 2.1 via Kodi.

      Im freien muss ich das noch testen, werde ich die Tage auf jeden Fall, vielleicht sogar schon Morgen, dann kann ich mal ein Update bringen.
      Das Smartphone wäre in dem Fall im 5.11 Rucksack welcher auf jeden Fall dickeren Stoff besitzt als meine Jeans ;)
      Aber hier wäre die Entfernung geringer.

      Da bin ich mal wirklich gespannt.

    2. Also nach dem Training und dem Radfahren fiel mir auf, dass sich die Kopfhörer ohne Ticks nutzen lassen, wenn das Smartphone entweder in der Brusttasche ist, oder vor einem liegt.
      Smartphone am Po ist für den selbigen ;)

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